Remis gegen den Godesberger Schachklub 1929

Am letzten Sonntag fand das Spiel der 1. Mannschaft des LSV/Turm gegen den Godesberger Schachklub 1929 in der Kurfüstenhalle zu Bad Godesberg im Rahmen der NRW-Liga statt. Da es sich bei Schach um Sport handelt und nach dem Feiertagsgesetz NRW Sportveranstaltungen am Volkstrauertag erst um 13 Uhr beginnen dürfen, legte die Mannschaft des LSV/Turm an diesem Tag eine „Spätschicht“ ein. Durch die lange Rückfahrt trafen die müden Lippstädter erst kurz vor 23 Uhr wieder zu Hause ein.
Obwohl die Gastgeber ihren Wertungszahlen nach leicht im Vorteil waren,
sah die Eröffnungsphase an fast allen Brettern Lippstädter Vorteile. Während Alexej Wagner und Rainer Grobbel diese mehr oder weniger zu einem Start-Ziel-Sieg verwerten konnten, kippten die anderen Partien zum Teil mehrfach.
Alan Chapman profitierte von einer Figureneinsteller seines Gegners. Tobias Finke gelangte in ein vorteilhaftes bis gewonnenes Turmendspiel; verlor es aber leider doch noch. Stefan Wehmeier fiel mit noch einer Minute auf der Uhr auf den letzten
Trick herein, den sein IM-Kollege Rüdiger Seger in aufgabereifer Stellung noch ersann. Und auch Janik Kruse, der zunächst eine sehr gefällig wirkende Stellung aufgebaut hatte, verlor.
Beim Stand von 3:3 drohten nun auch noch die beiden restlichen Partien verlorenzugehen. Hannah Kuckling stand früh gedrückt, hatte dann eine Qualität weniger und war wehrlos gegen die Freibauern ihres Gegners. Dieser jedoch schaffte es, sämtliche auf dem Brett befindliche Bauern zu verlieren, wonach das theoretische Remisendspiel Turm gegen Springer endstand. Carsten Hecht stand zunächst mit einem riesigen Entwicklungsvorsprung auf Gewinn, später aber die meiste Zeit mit einer Minusfigur auf Verlust; doch gelangte er in ein Endspiel, in dem ihm seine starke Bauernphalanx das Remis sicherte.
Mit dem Gesamtergebnis von 4:4 steht Lippstadt weiter ungeschlagen im oberen Mittelfeld, doch die schwersten Gegner stehen in den nächsten Runden noch bevor.