Vorgabe-Dauerturnier, 30.09.2012

In der „Blitz-Abteilung“ des VDT sind die Plätze in der Dauertabelle auch wirklich dauerhaft vergeben: Die Anzahl der in der Tabelle geführten Spieler ist noch klein, ihre Spielstärke recht unterschiedlich – da klaffen dann zwischen den Durchschnitts-Punktzahlen, nach denen ja gelistet wird, doch einigermaßen große Abstände.

Einen Wechsel könnte es aber doch geben, und Waldemar hat auch das seine dafür getan, indem er in der letzten September-Woche seinen Schnitt um weitere 0,4 Punkte nach oben geschoben hat, auf genau den Wert des bisherigen Schnitts von Andreas K.; der aber war selbst nicht faul, trieb seinen Schnitt um 0,3 Punkte nach oben und konnte so seinen Platz in der Tabelle behaupten. Damit nicht genug, erzielte er auch mit 53 Punkten einen neuen persönlichen Höchstwert!

Na, mal abwarten, wie das weitergeht; der „Kampf um die Plätze“ bleibt an dieser Stelle jedenfalls spannend.

Insgesamt wurden in der letzten Septemberwoche 18 Partien gespielt, im gesamten September damit 106 Partien und im gesamten Turnier 501 Partien! Das heißt dann, dass nach bisher fünfmonatiger Turnierdauer ziemlich genau 100 Partien pro Monat gespielt wurden; eigentlich ein schöner Wert.

Wie immer am Monatsende gilt es aber noch, die in diesem Zeitraum Erfolgreichen zu nennen und zu loben! In Prozenten gemessen waren dies:

1. Bernhard 80,0 %
2. Dominik G. 65,9 %
3. Olaf 62,5 %

Bernhard kommt nicht oft genug zum Spielabend, um schon in der Dauertabelle geführt zu werden; wenn er aber kommt, spielt er gern und, wie man sieht, auch erfolgreich im VDT mit! Dominik macht sich daran, seine Bilanz nachhaltig aufzubessern, die Zahlen zeigen es; und Olaf hat zum zweiten mal in Folge den „Sprung aufs Treppchen“ geschafft.

Siegesserien gab es nur mäßig lange, daher hier nur noch die absolute Anzahl der Gewinnpartien! Da liegen vorn:

1. Andreas F. 26
2. Georg H. 17
3. Dominik G. 14

Hier gilt natürlich: Wer viel spielt, gewinnt auch viel; durch die regelnde Wirkung der Vorgabe nämlich im Normalfall die Hälfe seiner Partien, plusminus eine Kleinigkeit.

Dauertabelle Blitz (ab 20 Partien) Insgesamt: 501 Partien | September: 106 Partien

Name

DWZ

Partien

g

v

r

Punkte

Schnitt

+/-

1.

Ingemars

2289

96

51

37

8

66

62,6

0

52

69

52

2.

Andreas F.

2108

210

104

94

12

60

57,1

+ 0,1

50

63

47

3.

Cuong

2036

31

18

12

1

56

54,2

0

50

58

50

4.

Tobias G.

1969

24

13

7

4

54

50,8

0

48

54

47

5.

Georg H.

1838

133

67

61

5

53

49,8

± 0

47

55

44

6.

Andreas K.

1839

89

44

40

5

51

47,4

+ 0,3

47

53

42

7.

Waldemar

1872

74

36

35

3

49

47,1

+ 0,4

48

53

43

8.

Alexander

1624

41

18

19

3

43

44,1

0

44

47

40

9.

Georg C.

1521

79

33

40

6

36

40,7

– 0,2

43

46

35

10.

Dominik G.

1626

77

36

38

3

42

39,3

± 0

44

44

36

11.

Olaf

1341

41

19

20

2

41

38,3

– 0,1

42

42

35

Partien – Anzahl der bisher gespielten Partien, g – gewonnen, v – verloren, r – remis, Punkte – aktueller Punktewert, Schnitt – Punktdurchschnitt über alle Partien, +/- – Änderung gegenüber der Vorwoche (N = Neu in der Liste; 0 = keine Teilnahme), • – Startwert, ↑ – höchster erreichter Wert (rot – neu erzielt), ↓ – tiefster erreichter Wert.

In seiner „gelasseneren Form“ erlebte das VDT Ende September immerhin eine Partie. Andreas F. musste dabei Viktor einen Springer vorgeben in einer 30 min – Partie („Die Tabelle hat immer recht“). Er wehrte sich also so gut es ging gegen das Unvermeidliche, und als 58 der 60 Minuten vergangen waren, stand diese Stellung auf dem Brett:

Schwarz ist am Zug – was tun? 1… Le4 – d3 + 2. Ke2 x d3 g2 – g1 D wäre schön, aber natürlich schlägt Weiß den Läufer nicht, sondern spielt 2. Ke2 – f2. Danach stellt sich heraus, dass Schwarz große Schwierigkeiten hat, den Bauern auf g2 zu halten.

Also doch lieber: 1 … Kf4 – g3.Wenn Weiß nun 2. Ta1 x f1 spielt, kommt doch noch 2 … Le4 – d3 +, und Schwarz gewinnt; spielt Weiß aber 2. Ta1 – a5, um den König samt neuerstandener Dame auf der g-Linie überraschen zu können, gibt der schwarze Läufer das andere Schach, 2… Le4 – f3 +, und kann danach einfach auf g4 dazwischengehen: Schwarz gewinnt auch hier schnell.

In der Partie zögerte Viktors Hand kurz über dem König – und glitt dann weiter zum Bauern g2. Es geschah
1 … g2 – g1 D
2. Ta1 x f1 +

Oh weh! Der Turm schlägt mit Schach. Nun sieht es so aus, als ob die Partie sofort Remis wäre; aber Schwarz hat noch einen letzten Pfeil im Köcher:
2 … Le4 – f3 +

Nun hat Weiß keine Zeit, die Dame zu schlagen, sondern muss den Läufer nehmen!
3. Tf1 x f3 +Kf4 – e4

Das ist höchstwahrscheinlich immer noch gewonnen für Schwarz – aber nach einer solch überraschenden Wendung der Dinge, und mit weniger als einer Minute auf der Uhr: beschloss Viktor, dass es hier genug sei und schlug ein Remis vor, in das Weiß natürlich höchst erleichtert einwilligte.