Stolzenau Classic Open

Diesen Sonntag machten sich Levin und ich auf den Weg zum Schnellschach Classic Open nach Stolzenau. In den letzten Jahren wurden dort immer wieder Titelträger gesichtet und auch dieses Jahr meldeten sich zwei FMs.

Die erste Runde verlief noch wie geplant: Gegen leichtere Gegner konnten wir beide die zu erwartenden vollen Punkte einfahren. Kurz vor Auslosung der zweiten Runde schätzte ich, dass es aufgrund der Startrangliste zu einer Vereinspaarung zwischen Levin und mir kommen könnte. Und tatsächlich kam es, wie es kommen musste …

Unser bisheriger Score war ziemlich ausgeglichen: 2015 gewann Levin in Enger, bei den OWL Blitzmeisterschaften vor zwei Wochen hatte ich die Oberhand. Auch in dieser Partie hätte alles passieren können:

 

 

 

Ab hier trennten sich allerdings unsere Wege: Während Levin in den nächsten Runden gegen DWZ-schwächere einige Probleme hatte zu punkten, spielte ich an den vorderen Brettern um den Turniersieg: In der dritten Runde hatte ich beinahe gegen einen FM eine Figur gewonnen, ein ungenauer Zug in Zeitnot vergab aber die gesamte Stellung. Dafür folgte ein unerwarteter Sieg in der fünften Runde: Gegen den Erstplatzierten spielte ich eine blitzblanke Partie und gewann. Auch gegen weitere starke Konkurrenten hatte ich vielversprechende Stellungen, verlor aber dennoch zwei Mal.

Levin hatte währenddessen die Kurve bekommen: Auf wundersame Weise waren wir nach acht Runden mit 5 Punkten wieder gleichauf.

In der letzten Runde sah Levin den Ratingpreis (DWZ < 1800) nach einem frühen Remisangebot seines Gegners schon in der Tasche, musste später aber feststellen, dass er sich in der Tabelle verguckt hatte. Auch meinem Gegner schien ein Remis zu genügen, er stellte aber zwei Züge nach seinem Gebot einen ganzen Turm ein.

Auch wenn keiner von uns einen Preis mitnehmen konnte, haben wir doch in einigen guten Spielen gezeigt, dass wir fit für die NRW-Blitz(mannschafts)meisterschaft sind.