Schach-Probleme (3)

Als erstes die Lösung zu “Schachprobleme (2)”! Gesucht war ein “Schach in drei Zügen”, was hier mehr oder weniger eine Betrachtung zur Figurenentwicklung ist … Was in einer normalen Partie nicht gut ist, ist es hier auch nicht, etwa 1.a4? Weiß will den Turm entwickeln, aber: 1… Kb7! 2. Ta3 Ka8, und Weiß hat kein Schach. Etwas besser, aber auch nicht ausreichend: 1.Sc3? Kb7 2. g3 Kb8, oder auch 1… Kd7 2. e4 Kd8, wonach Weiß wieder ohne Schach bleibt. Also doch das “klassische Zentrum”?! 1.e4? Kc7! 2.d4 Kb6, und es ist kein Schach in Sicht. Bleibt also nur das bescheidene Fianchetto: 1.g3! Kc7 2. d3, und diesmal gibt es kein Entkommen für den schwarzen König: 2… Kb6 3.Le3+, 2… Kb8 / Kd6 3. Lf4+, 2 … Kd8 Lg5+, … Kc6 / Kb7 3.Lg2+, 2… Kc8 / Kd7 3. Lh3+. “Andersrum” geht es aber nicht: 1.d3? Kb7! 2.g3 Ka6.

So, zum neuen Problem!

 

Das ist Remis. Stünde der weiße König schon auf c5, könnte man zu 1.Kd5 b3 2.Ke5 Kxg7 3.Kf5+ greifen und gewinnen,  aber so kann sich Weiß stattdessen mit Absonderlichem vergnügen. Er kann zum Beispiel Schwarz zwingen, mit dessen drittem schwarzen Zug dem weißen König ein Schach zu geben! Die gesuchte Zugfolge sieht also so aus: Weiß zieht, Schwarz zieht, Weiß zieht, Schwarz zieht, Weiß zieht, Schwarz gibt Schach – oder, anders ausgedrückt: gesucht ist ein Selbstschach in drei Zügen! Dass Schwarz sich diesem Ansinnen so gut wie möglich widersetzt, versteht sich von selbst.