LSV / Turm Lippstadt I – Langenfelder SF I

Der 21. Oktober sah den ersten Heimkampf der ersten Mannschaft, an dessen Ende ein deutlicher Erfolg stand – der sich so aber lange nicht abzeichntete. Doch der Reihe nach:

Der Beweis: Cuong war da!

Cuong war kaum da, da war er auch schon wieder verschwunden; er hatte mit Schwarz in der Eröffnung problemlos ausgeglichen und stand sogar eine Spur besser, doch der Blick auf das Namensschild seines Partners, und vor allem die dort zu lesende Wertungszahl: ließen die Partie mit einem schnellen Reimis enden.

Stefan bekam als Schwarzer nicht nur ein Königsgambit vorgesetzt, sondern nach dessen Annahme sogar ein Läufergambit. Dass dieses aus gutem Grund nicht mehr so wahnsinnig beliebt ist, wies Stefan mit sicherer Hand nach und brachte seine Mannschaft mit seinem ungefährdeten Sieg in Führung.

Ingemars baute sich als Schwarzer recht verhalten auf, hatte aber keine wirklichen Probleme, und als Weiß etwas unentschlossen spielte, nutzte Ingemars seine Chance und baute die Lippstädter Führung aus.

Marcus‘ Gegner wirkte nie so, als wäre er wirklich in der Partie angekommen, und zumindest dem Vorübergehenden schien es, als verbesserte sich Marcus’ Stellung von Zug zu Zug; am Ende stand ein Qualitätsgewinn, der sich im Endspiel als ausreichend erwies.

Siegtorschütze Heiner

Rainer hatte in seiner Partie etwas zu kämpfen, um mit Schwarz Ausgleich zu erzielen, erreichte dann aber mit einem Bauernopfer deutliche Kompensation. Mit wenig Zeit konnte er diese jedoch nicht ausbauen und griff daher dankbar zu, als sein Gegner ihm die Gelegenheit zu einer Remisschaukel bot.

Heiner hatte zu diesem Zeitpunkt eine durchaus spannende Stellung auf dem Brett, aber da er nicht ganz zu Unrecht vermutete, dass die restlichen beiden Partien verloren gehen würden, vermied er jedes Risiko und erzwang das Remis. Damit stand der Mannschaftssieg fest!

Allerdings ereigneten sich dann an den restlichen beiden Brettern noch wunderliche Dinge …

Alexej war im Mittelspiel ein Bauer abhanden gekommen, und eigentlich sah das entstandene Endspiel wie ein nicht zu schwieriger Gewinn aus für seinen Partner; aber Alexey schaffte es, den gegerischen Freibauern zwei eigene entgegenzusetzen, und das reichte, um die Partie Remis enden zu lassen.

Noch bunter ging es bei Andreas zu. Der hatte vollständig sinnfrei einen Bauern eingestellt, und dummerweise zog das weiteren Materialverlust nach sich, so dass er um die Zeitkontrolle zwar eine Qualität mehr, dafür aber vier Bauern weniger hatte; doch der König seines Partners stand so luftig, dass zumindest Aufmerksamkeit angesagt war angesichts noch sechs langschrittiger Figuren auf dem Brett. Als diese seinem Partner einen Augenblick lang abhanden kam, kippte die Partie völlig und der Mannschaftskampf schloss mit einem Lippstädter Sieg, der in Zahlen sich so liest: 6 – 2!